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19. und 20. Mai 2012
FENSTER ZUM SONNTAG-Talk
auf SF zwei und SF info:
Delia Schreiber kennt die Stürme einer Ehe sehr genau. Grund: Sie ist selber zweifach geschieden. Das Wissen und die Erfahrungen aus den schwierigen Zeiten helfen ihr, die Situationen anderer Paare zu verstehen und einzuschätzen. Bei ihrer Beratung tauchen oft Fragen auf: Warum hört er mir nicht zu? Warum muss sie immer an mir herumnörgeln? Wie kämpft man sich zurück in eine glückliche Ehe?
Delia Schreiber gibt fundierte Tipps und eine Art Plan, wie man die Ehe vielleicht doch noch retten kann! Sie ist überzeugt: Solange beide Partner an der Ehe und sich selbst arbeiten wollen, ist keine Ehe verloren.
Christliche-Lebensberatung.ch > Themen > Demenz - Am Ende des Gedächtnisses…
 „Da wollen wir mal nicht gleich das Schlimmste glauben“, sagte der Arzt.
„Und… was ist das Schlimmste?“, fragte ich.
„Alzheimer“, sagte der Arzt.
Agneta Ingberg ist 58, als sie die Diagnose „Alzheimer“ bekommt. Jetzt weiss sie, warum sie manchmal etwas vergisst, nicht mehr mit der U–Bahn zurechtkommt oder einfach nicht die richtigen Worte findet. Sie erlebt Scham und Angst, kämpft aber tapfer mit Humor. Muss ihre Krankheit peinlich sein? Gibt es wirklich keine Therapie?
Demenz - am Ende des Gedächtnisses gibt es eine andere Art zu leben
Unter diesem Titel berichtet die schwedische Theologin Agneta Ingberg als selbst Demenz-Betroffene über ihre Zerreissprobe mit der Krankheit Alzheimer. Im Anfangsstadium ist ihr das Schreiben noch möglich, doch mit der Zeit übernimmt ihre Freundin Brigitta Andersson die Aufgabe als Autorin (Brunnen-Verlag, ISBN 978-3-7655-1947-5).
Leseprobe:
Die Zellen vergessen nach und nach alles, zum Schluss sogar, wie man atmet, und dann kommt der Tod. Das ist nicht das Bild, das man von sich selbst hat, wenn man noch gesund ist. Wir bilden uns ja gerne ein, dass wir nie sterben müssen. Oder wenn schon, dass wir dann aber doch wenigstens zu Fuss zu unserer eigenen Beerdigung gehen können, die wir so perfekt geplant haben.
Wie alle Menschen, so will auch ich den Sinn meines Lebens erkennen, will der werden, der ich im Innersten bin, und nicht vorgeben oder versuchen, jemand anderes zu sein. Ich glaube nach wie vor, dass nichts im Leben vergeblich ist.
Wie immer wir auch fallen, wir landen in Gottes Hand. Auf diesen Glauben habe ich mein Leben erbaut, und falls er falsch sein sollte, hat er meinem Leben doch Inhalt und Sinn gegeben.
Die Alzheimerkrankheit hat mir vieles genommen; Gott kann sie mir nicht nehmen. Aber einen Sinn in ihr, das vermag ich nicht zu sehen.
Was ist schlimmer? Selbst dement zu werden und die Diagnose „Alzheimer“ zu bekommen, oder die unaufhaltsame demenzielle Entwicklung bei einem nahen Angehörigen miterleben zu müssen? Nicht umsonst wird bei Demenz oft von der „Angehörigenkrankheit“ gesprochen.
Auf einmal gelten andere Gesetze
Im Zusammenhang mit Demenz ist ein Umdenken angesagt. Eile, zum Beispiel, wird zum Fremdwort. Logik ebenso. Allerdings nur die allgemein übliche Logik! Derartige Veränderungen durchzustehen, erfordert viel Geduld und Verständnis. Für den Anderen, und auch mit sich selbst, egal, auf welcher Seite man sich befindet. Einen Menschen mit Demenz zu betreuen, kann sehr zeitaufwändig werden und kostet ein Höchstmass an Kraft und Nerven; den ganzen Tag über und oft auch noch nachts. Für eine einzelne Person, z.B. einen Partner, wird das früher oder später zu viel. Es gibt Hilfe vom Familien- und Bekanntenkreis, aus der Nachbarschaft, von professioneller Seite (Spitex, kürzerer oder längerer Heimaufenthalt,…). Ist man bereit, Unterstützung anzunehmen, „es nicht selbst zu schaffen“? Ein solcher Schritt fällt vielen von uns enorm schwer!

Bild © miket - Fotolia.de - Demenz: Auf einmal gelten andere Gesetze
Das kann doch wohl nicht wahr sein!!
„Hier hast du einen Löffel für dein Joghurt“ (…anstelle des Messers in deiner Hand!).
„Das Konfibrot gehört nicht in den Geschirrspüler …“
Angehörige, die psychisch viel leisten, brauchen unbedingt einen Ausgleich: Ein Essen mit Freunden, Sport, Zeit fürs Hobby, Austausch mit Gleichgesinnten, um wieder Kraft auftanken zu können. Wer nachts oft geweckt wird, muss mal wieder ruhig nachschlafen können! Wer viel ausgibt, muss viel einnehmen, damit die Rechnung letztendlich aufgeht! Was beim Geld Ausgeben völlig klar ist, gilt umso mehr für den Kräftehaushalt. Die Nerven dürfen nicht blank zu liegen kommen!
Sachbegriffe
Demenz: fortschreitende Einbusse der kognitiven (Wahrnehmung) und anderer Fähigkeiten des Gehirns, was allmählich zum Verlust der Selbstständigkeit führt. Demenz kann verschiedene Ursachen haben.
Alzheimer: Störung der Nervenbotenstoffe im Gehirn, die eine demenzielle Entwicklung verursacht.
Vaskuläre Demenz: arteriosklerotische Veränderungen von Hirngefässen (verstopfte Blutbahn) führt zu Minderdurchblutung und Funktionseinbusse verschiedener Hirnbereiche.
Andere Formen von Demenz: Levy-Body-Demenz, Pick’sche Demenz, Frontallappen-Demenz, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, u.a.
Demenz, Alzeimer lösen viele Fragen aus, die schwer zu beantworten sind. Wer in diesen wichtigen Fragen gerne eine externe Beratung sucht, findet weiterführende Links zu entsprechenden Lebensberater und Lebensberaterinnen im Berater-Verzeichnis.
© Christliche-Lebensberatung.ch - 22.03.2011 (tr)
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Radiosendungen zum Thema Leben mit Demenz:
In der Schweiz leben 90'000 Demenzkranke. Demenz beginnt schleichend mit Vergesslichkeit. Die zunehmende Gehirnschwäche macht Mühe. Rund ein Drittel der Bevölkerung im Alter von 85 Jahren leidet daran. Weil immer mehr Menschen älter werden, steigt auch die Zahl der Demenzkranken stetig.
Welche Phasen durchlaufen Demenzkranke? Wie kann man Demenzkranken als Angehörige beistehen? Was ist zu tun, wenn man mit den eigenen Kräften am Ende ist? Zwei betroffene Frauen - beide haben ihre Männer an Demenz verloren - erzählen von ihren prägenden Erfahrungen.
Christliche-Lebensberatung.ch: Demenzerkrankung, eine Herausforderung - nicht nur im Alter