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25. und 26. Februar 2012
FENSTER ZUM SONNTAG-Talk
auf SF zwei und SF info:
«Engels- und andere Geschichten»
Peter Schulthess ist Pfarrer, Notfallseelsorger und Engelsforscher. Mal wird er zu einem Unfall gerufen, dann ist es eine Hochzeit oder eine Taufe – und im vergangenen Jahr sogar ein Mordfall! Viele seiner Erlebnisse hat er in zwei Büchern beschrieben. Der FENSTER ZUM SONNTAG-Talk spricht mit ihm über seine tägliche Arbeit, wie man nach Engeln forschen kann, was er bei seinen Notfällen erlebt und wie er selber damit umgeht.
Denn das vergangene Jahr hielt auch für ihn persönlich einige negative Überraschungen bereit. Durch einen Skiunfall gerät er in eine Spirale von Schlaflosigkeit und Angstzuständen, aus denen selbst er nur schwer herausfindet – und welche ihn fast verzweifeln lässt.
Christliche-Lebensberatung.ch > Themen > Entschleunigung
Dem Leben mehr Inhalt geben. Das bedeutet für die einen, noch mehr zu leisten und noch mehr Termine wahrzunehmen. Die letzten freien Momente werden auch noch verplant. Für andere bedeutet mehr Inhalt der Auf- bruch zur Entschleunigung. Das könnte heissen, statt jede Sekunde zu verplanen, sich mehr Raum zum bewussten Leben zu ermöglichen.
In Zeiten von Wirtschaftskrise suchen Firmen nach Möglichkeiten, um trotzdem schwarze Zahlen schreiben zu können. 2011 haben einige Firmen eine zeitlich begrenzte Erhöhung der Arbeitszeit beschlossen. «Cash» berichtet in der Ausgabe vom 26. September 2011, dass der Bauausrüster Arbonia Forster auf den anhaltend starken Franken reagiert und in allen Schweizer Firmen der Divisionen die Wochenarbeitszeit von 42 auf neu 44 Stunden erhöht habe. Eine Neuregelung der Arbeitszeit trete am 1. Januar 2012 in Kraft und sei bis am 30. Juni 2013 befristet. (Quelle: Cash.ch)

Foto © Benjamin Räber - Entschleunigung ermöglicht Momente zum Entdecken und Auftanken
Auch der Küchenhersteller Franke hat im September die Arbeitszeit um 2,5 Stunden pro Woche gesteigert – ohne Lohnerhöhung für die betroffenen Mitarbeiter. Auch wenn die Arbeitszeiterhöhungen befristet sind, stellt sich die Frage, ob mit 2 Stunden mehr Arbeit wirklich schlussend- lich mehr Gesamtleistung erreicht werden. Auf dem Papier mag diese Rechnung aufgehen, doch mit solchen Mass- nahmen steigt die Gefahr, dass die gesamte Leistung mittelfristig nachlässt.
Der Sport macht es uns vor. Mehr Training bringt mehr Leistung hervor - so denkt man zumindest. Aber unser Körper funktioniert anders. Eine Erhöhung des Trainings bedeutet ab einem gewissen Punkt keine Steigerung der Leistung mehr. Es gibt Grenzen. 120 % arbeiten ist keine Garantie für 120 % Leistung. Es gibt auch da Grenzen. Und dauernde Überlastung hat ihren Preis. Wer die Leistung steigern will, kommt nicht darum herum, genügend Ruhephasen einzuplanen. Müde Körper leisten weniger und laufen Gefahr, mehr Fehler zu machen. Ruhephasen und Entschleunigung ermöglichen bessere Leistung in kürzerer Zeit.
Anstelle von mehr Arbeitszeit lassen Modelle von flexibler Arbeitszeit aufhorchen. Flexibilität lässt flexible Erholungsphasen zu, und zwar dann, wenn der Körper sie braucht. Eine weitere Möglichkeit, die Mitarbeitern und Firmen etwas nützt, ist externe Beratung, die interne Abläufe auf deren Funktionalität überprüft und «Zeit- und Geldfresser» entlarvt. Durch Coaching der Mitarbeiter wird die Motivation gefördert. In beiden Fällen wird enormes Potenzial frei, das sonst brach liegen würde. Mitarbeiter motivieren und Abläufe optimieren sind Massnahmen, die auf den ersten Blick unpopulär erscheinen. Doch dadurch, dass  Mitarbeiter mit ihren Grenzen respektiert und ihre Stärken gefördert werden, sind sie mittel- und langfristig hoch wirksam. Das Leben bekommt nicht nur mehr Inhalt, auch die qualitative und quantitative Leistung nimmt zu!
© Christliche-Lebensberatung.ch - 05.12.2011 (ar)