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19. und 20. Mai 2012
FENSTER ZUM SONNTAG-Talk
auf SF zwei und SF info:
Delia Schreiber kennt die Stürme einer Ehe sehr genau. Grund: Sie ist selber zweifach geschieden. Das Wissen und die Erfahrungen aus den schwierigen Zeiten helfen ihr, die Situationen anderer Paare zu verstehen und einzuschätzen. Bei ihrer Beratung tauchen oft Fragen auf: Warum hört er mir nicht zu? Warum muss sie immer an mir herumnörgeln? Wie kämpft man sich zurück in eine glückliche Ehe?
Delia Schreiber gibt fundierte Tipps und eine Art Plan, wie man die Ehe vielleicht doch noch retten kann! Sie ist überzeugt: Solange beide Partner an der Ehe und sich selbst arbeiten wollen, ist keine Ehe verloren.
Christliche-Lebensberatung.ch > Themen > Sterbehilfe – was hilft beim Sterben?
Was ist gutes Sterben?
Ein unvermittelter, schneller, fast unmerklicher Tod oder eine bewusste Zeitspanne der Vorbereitung und des Abschiednehmens?
In ihrem Buch „Hinübergehen“ beschreibt Monika Renz, Leiterin der Psychoonkologie (Betreuung von Krebserkrankten) am Kantonsspital St. Gallen, ihre eindrücklichen Erfahrungen als langjährige Sterbebegleiterin und –forscherin.
Was geschieht beim Sterben?
Monika Renz‘ These lautet: „Im Zugehen auf den Tod lässt sich bei vielen Sterbenden ein sogenannter Übergang beobachten, der wesentlich in einer Wandlung ihrer Wahrnehmungsweise besteht. Alles Ichhafte, was ICH wollte, dachte, fühlte, alle auf das Ich bezogene Wahrnehmung und alle Bedürfnisse im Ich treten in den Hintergrund. Eine andere Welt, ein anderer Bewusstseinszustand, andere Sinneserfahrungen und dementsprechend eine andere Erlebnisweise rücken näher – all dies unabhängig von Weltanschauung und Glauben. Sterben ist ein Prozess.“
Renz beschreibt vor dem eigentlichen körperlichen Tod den Gang über eine innere Bewusstseinsschwelle, den Punkt, wo man sozusagen sein Ich „abgibt“. Sie unterscheidet beim Gang über diese Schwelle drei Stadien: das Davor, das Hindurch und das Danach. Den Tod unweigerlich vor Augen, kann man sich diesem Prozess entweder stellen oder verweigern. Dem Unvermeidlichen entgegenzutreten, ermöglicht tiefe innere Reifung. Sich ihm zu entziehen verursacht zusätzliche psychische und physische Belastung.

© Gina Sanders- Fotolia.com - Sterben, gelebter Sterbeprozess?
Was bedeutet würdiges Sterben?
Derzeit wird vielerorts über Sterbehilfe diskutiert. Die Rede von würdigem Sterben meint meist selbstbestimmtes Sterben. Es geht auch um die Angst vor Schmerzen, Leid und Ausgeliefertsein. Der Begriff „Selbstbestimmung“ verdeckt laut Renz jedoch, worum es letztlich geht. Die Frage sei, wie weit hier überhaupt von Selbstbestimmung gesprochen werden könne. Im Sterben komme alle Selbstbestimmung natürlicherweise an ein Ende. Würde und Selbstbestimmung seien zweierlei.
Was hält Menschen auch im Sterbeprozess würdig?
Eine würdige Behandlung orientiert sich, trotz Ohnmacht und eventueller Entstellung, am inneren Wert Sterbender und knüpft daran an. Die Würde eines Leidenden besteht auch in der Kraft im Aushalten und Geschehenlassen. Würde ist etwas schlicht Unantastbares im Menschen.
Und was kommt danach??
Mit Sicherheit weiss das niemand! Jede Religion hat ihre eigenen Vorstellungen zur Eschatologie, der Lehre der letzten Dinge. Doch der Tod ist und bleibt schlussendlich ein Geheimnis. Sterben hat viel mit Spiritualität und Vertrauen zu tun. Das Sterben gehört auch noch zu unserer Lebensaufgabe und mit diesem Gedanken befasst man sich am besten immer wieder einmal.
Der Tod ist nicht das Ende
Christen ist eine Hoffnung gegeben auf ein Leben über das Irdische hinaus! In der Bibel ist die Rede von einem neuen Himmel und einer neuen Erde. Von Dingen, die bis anhin kein Auge gesehen hat und die mit menschlichen Worten nicht beschrieben werden können. Hier zwei der bekanntesten Beispiele:
1. Korintherbrief Kapitel 15,53-55:
„Denn das Vergängliche muss mit Unvergänglichkeit und das Sterbliche mit Unsterblichkeit überkleidet werden. Wenn aber dieser vergängliche und sterbliche Leib unvergänglich und unsterblich geworden ist, dann erfüllt sich, was die Propheten vorausgesagt haben: „Das Leben hat den Tod überwunden! Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo bleibt nun dein Schrecken?“
Offenbarung Kap.21,4-5
„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron sass, sprach: Siehe, ich mache alles neu!“
Solche ermutigenden Zusagen helfen im Leben wie im Sterben!
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Sterbehilfe, Sterben löst viele Fragen aus, die schwer zu beantworten sind. Wer in diesen wichtigen Fragen gerne eine externe Beratung sucht, findet weiterführende Links zu entsprechenden Lebensberater und Lebensberaterinnen im Berater-Verzeichnis.
© Christliche-Lebensberatung.ch - 18.03.2011 (tr)
Bild © Gina Sanders - Fotolia.de
Was hält inmitten von Leiden würdig?
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Radiosendungen zum Thema Sterbehilfe:
Sterbehilfe wird wieder neu diskutiert
Zoom: Sterbehilfe – wie weit kann man gehen?
Zoom: Sterbehilfe: Was hilft uns zum Sterben?

TV Sendung zum Thema Palliativ Care:
Sterben lassen (Palliative Care als Alternative zur Sterbehilfe)
Christliche-Lebensberatung.ch: Sterbehilfe: Sterben will gelernt sein